Tipps für Mütter und Väter in Teilzeitjobs


„Du hast es gut, Du arbeitest nur Teilzeit.“ Der Satz ist schnell gesagt und auch sicher so gemeint von der Freundin, die noch kinderlos Vollzeit arbeitet und sich dabei nicht bewusst zu sein scheint, welches Potential in diesem Rollenkonflikt der arbeitenden Eltern liegen kann.


Laut Ergebnis des Microzensus von 2013 des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden sind 61% der Mütter und 84% der Väter erwerbstätig. Zwei Drittel der aktiv erwerbstätigen Mütter arbeiten davon in Teilzeit. Die selbstgestellte Frage, ob ich im Job und als Mutter oder Vater gut genug bin in der jeweiligen Rolle, kennt vermutlich fast jeder.


Der Rollenkonflikt an sich kann nicht gelöst werden, da muss frau/man durch. Erfreulicherweise lassen sich durch passende Strategien die Auswirkungen mildern.


Klären Sie die Erwartungen!

  • Was sind meine Erwartungen an mich im Job, in der Familie, meiner Beziehung?
  • Was brauche ich damit es mir gut geht
  • Welche Erwartungen haben andere an mich der Arbeitgeber, der Ehepartner, die Kinder, eventuell auch noch Eltern und Schwiegereltern? … und welche habe ich die anderen?
  • Tauschen Sie die gegenseitigen Erwartungen aus!
  • Klären Sie für sich, wie wichtig Ihnen welche Rolle ist und welche Erwartungen Sie realistischer weise erfüllen können und wollen, kommunizieren Sie sie


Praktisches für den alltäglichen “Wahnsinn”!

Für’s Büro:

  • Halten Sie, bevor Sie das Büro verlassen, fest, was am nächsten Tag zu tun ist
  • Setzen Sie sich Ihr Tagesziel und die entsprechenden Prioritäten
  • Schätzen Sie die Bearbeitungsdauer, damit Sie sich nicht zu viel aufladen.
  • Verlassen Sie Ihren Schreibtisch ordentlich
  • Fangen Sie am nächsten Morgen mit Ihrer wichtigsten Aufgabe an
  • Sagen Sie, wenn notwendig, freundlich und bestimmt „nein“, auch wenn die Kollegen das nicht so toll finden
  • Schaffen Sie eine Routine für Übergaben und Absprachen
  • Holen Sie sich Feedback von Ihrem Chef, Ihrer Chefin


Für zu Hause:

Kochen und Einkaufen

  • Reduzieren Sie die Zeiten für Besorgungen!
  • Legen Sie sich einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln an, aus denen Sie in kurzer Zeit selbst ein Essen zubereiten können
  • Verfügen Sie über eine Sammlung von Rezepten mit 30 Minuten Gerichten?
  • Schauen Sie voraus!
  • Erstellen Sie sich einen Plan mit den täglichen Mahlzeiten für die nächste Woche
  • Schreiben Sie sich eine Vorlage für einen Einkaufszettel in Tabellenform, so dass Sie auf dem Ausdruck nur noch ankreuzen müssen, was eingekauft werden soll
  • Fragen Sie sich täglich, was kann ich heute noch erledigen und planen Sie, damit der nächste Tag, die nächste Woche gut läuft
  • Routine vereinfachen
  • Für Aktivitäten wie Turnen, Schwimmen, Ausflüge gibt es gepackte Taschen, Beutel mit einer Standardausrüstung
  • Verschiedene Körbe für 30°, 60°, dunkle und helle Wäsche.
  • Sockenparty – Socken zusammenlegen mit der Familie


Sich was Gutes tun!

  • Planen Sie regelmäßig Zeiten nur für sich und wenn es nur eine halbe Stunde ist


Um Hilfe bitten!

  • Trauen Sie sich, um Hilfe zu bitten bei Nachbarn, Freunden, Verwandten


Atmen nicht vergessen!

Ja klar, Sie tun es automatisch aber gönnen sich wann immer Sie daran denken, ein paar tiefe bewußte Atemzüge.

Freuen Sie sich!

Vor allem über das, was für Sie schon selbstverständlich ist.


Gute Nerven weiterhin!


Kategorie:Blogs von Ulrike RegenscheidtVonUlrike Regenscheidt8. November 2017

Autor:Ulrike Regenscheidt

http://www.consens-regenscheidt.de

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